Auch die
Nachbarn finden keine Antwort
Das
Treppenhaus ist sauber, die Nachbarn freundlich. Trotzdem hat die
Polizei Wilfried T. am Mittwochabend in seiner Wohnung entdeckt: völlig
abgemagert, fast verhungert. Auch die Ärzte im Krankenhaus konnten ihm
nicht mehr helfen. Er starb an multiplem Organversagen. Ein
Nachbar habe kürzlich aus Sorge die Stadt um Hilfe gebeten. „Er hat
das Sozialamt angeschrieben und auf den Zustand des Mannes aufmerksam
gemacht. Eine Antwort habe er aber noch nicht erhalten“, erzählt eine
Hausbewohnerin.
Montag, 19. November 2007
Ein Leben bei Kerzenlicht
endet in einem Großbrand
Mühldorf (LiZ). Eine Frau aus Oberbayern ist nach Medienberichten am
Montagmorgen bei einem durch eine Kerze ausgelösten Großbrand ums Leben
gekommen. Die 50-jährige Hartz IV-Bezieherin lebte bereits seit Januar ohne
Strom in dem Haus, weil sie ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen konnte.
«Die Beleuchtung bestand ausschließlich aus Kerzenlicht», sagte ein
Polizeisprecher. Nach ersten Ermittlungen ging der Brand von einer
vermutlich vergessenen Kerze aus.
Quelle
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Hallo,
ich habe heute morgen erfahren, dass sich der 25 jährige Sohn
eines Bekannten, der auch längere Jahre arbeitslos war und ALGII bekam,
aus Perspektivlosigkeit in den Tod gestürzt hat.
Mich hat dies sehr, sehr erschüttert, ich kannte den Sohn
nicht näher, aber habe die letzten Jahre immer wieder gehört, dass er
arbeitslos war, und auch den Zirkus mit Arbeitsamt hatte, 1 Euro Job
etc.....
Da ich deren Familienleben bzw. die genaueren Umstände nicht
kenne, kann ich natürlich nicht sagen, dass das Hartz4 Leben und die
damit verbundene Perspektivlosigkeit ihn letztendlich dazu veranlasst
haben, aus dem Leben zu scheiden. Aber ich kann mir gut vorstellen,
dass es eine grosse Rolle gespielt haben könnte, wenn jemand schon
etwas labil ist und vielleicht noch andere Ursachen mitgewirkt haben.
Mich hat es sehr mitgenommen, diese Nachricht zu hören, und
inwieweit diese irren Hartz4 Gesetze und die damit verbundenen
Aufregungen einem so zusetzen können, dass einem letztendlich alles
egal ist.
Hier ist der Beitrag
zu findenl
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Erst wenige Tage
ist HartzIV und ALG II in Kraft
Erstes Hartz IV Suizidopfer in Höxter!
Am heutigen Tag erfuhr ich, von einem Freund der
betroffenen Familie, dass wir in Höxter den ersten Suizidfall wegen
Hartz IV zu verzeichnen haben. Aus Rücksicht auf die Familie, welche
jetzt andere Sorgen in den schweren Stunden des Abschiedes hat, werden
keinerlei Namen benannt. Das Opfer erhängte sich, neben ihm lag ein
Zettel, worauf stand: „Hartz IV!" Wie verzweifelt muss ein Mensch sein?
Enttäuscht von Politikern und Regierung, keinen Ausweg mehr wissend,
allein gelassen und hintergangen muss er sich gefühlt haben.Wie bei den
meisten, älteren Betroffenen - fast aussichtslos, irgendwo eine neue
Arbeit zu bekommen - sah er dies wohl als letzten Ausweg. Doch macht er
mit seinem Zettel aufmerksam, dies brachte mir Hartz IV. Ich
frage Euch, ist es ein Menschenleben wert, diese verfehlte
Reformpolitik? Wann geben Politiker endlich Rechenschaft ab, über so
viel Unmenschlichkeit und soziale Not?...
Quelle
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Entführungsopfer
"Er
ging aus schierer Not" Weil
er als Hochbauingenieur in Mecklenburg keinen Job mehr
fand, suchte Rüdiger Diedrich eine neue Chance in Afghanistan. Als man
seine Leiche fand, war sie von Kugeln durchsiebt.
Diedrich nahm jetzt jeden Job
an: Ställe
bauen, Knasttüren, zuletzt Parkbänke.
Doch dann ging der Kleinunternehmer
pleite und der Familienvater in private Insolvenz.
Das war im Juni 2004. Seine Frau versuchte in einer kleinen
Halle Restposten zu verramschen, eine Ich-
AG, mit der sie ein paar Cent dazuverdienen
wollte.
Diedrich ging auf Jobsuche, verkauftebenbei
Trödel. Das Arbeitsamt, das
gleich gegenüber seinem Haus lag, hatte
nichts für ihn. Als ehemals Selbstständiger
bekam er kein Arbeitslosengeld, sondern
gleich Sozialhilfe.
Denn da war noch die ständige Sorge
um den Sohn. Der Junge war schwerhörig,
hatte eine Gehörlosenschule besucht.
Er trug zwar jetzt ein Hörgerät, aber es
blieb ein Handicap. Das wollte der Vater
ausgleichen. Manchmal mit Verwöhnung,
viel aber mit Förderung. Doch was sollte
werden, wenn die Familie von Sozialhilfe
leben musste? Sollte jetzt etwa
noch das soziale Stigma hinzukommen,
wenn er seinem Jungen kein neues Sweatshirt kaufen
könnte? So hat er es dem Freund
gesagt.
Lesen Sie hier bitte
weiter!
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Kinder als Opfer:
Ich
erlaube mir, hier die Auflistung eines Users aus dem Erwerbslosenforum
einzustellen, die Auskunft über die Verbrechen an Kindern, der letzten
Jahre, gibt. Ich möchte sie nicht weiter kommentieren (zu finden unter:
http://www.elo-forum.org/nicht-natuerliche-todesfaelle-bei-kindern-seit-1990-t18859.html?p=182800#post182800)
Die Fakten:
Etwa hundert Kinder werden jedes Jahr in Deutschland getötet - die
allermeisten von ihren Eltern oder deren Lebenspartnern, die sie
misshandeln, vernachlässigen oder schlicht totschlagen. Sehr viel seltener
ist ein Fremder der Täter.
Was auffällt: Die Mütter der Kinder sind meist relativ jung, zwischen 15 und
30 Jahre alt.
Die Kinder leben oft in sozial schwachen Familien.
Lea-Sophie + 22.11.2007
WIE VIELE MÜSSEN NOCH STERBEN?
STOPPT DEN WAHNSINN!
November 1992
Eine 28-Jährige begräbt in Berlin ihr zwei Tage altes Baby bei lebendigem
Leib im Hinterhof.
April 1997
Zwischen Hundekot und Essensresten werden Jennifer (3) und Jan (12 Monate)
von der Polizei befreit.
September 1998
Eine 18-Jährige wirft in Köln ihr neugeborenes Baby aus dem sechsten Stock
eines Hochhauses. Der Junge stirbt.
Juni 1999
In Frankfurt (Oder) lässt eine 23-Jährige ihre beiden Söhne zwei Wochen lang
allein in der Wohnung, während sie bei ihrem neuen Freund ist. Kevin (3) und
Tobias (2) verdursten. Tagelang schreien die Kinder, doch niemand wird auf
ihr Martyrium aufmerksam.
In Mühltroff (Sachsen) werden die tiefgefrorenen Leichen von drei Babys in
der Kühltruhe ihrer Eltern gefunden. Die Mutter hatte die Jungen und das
Mädchen 1993, 1995 und 1999 erstickt, in Plastikbeutel gelegt und
eingefroren.
September 1999
Die Polizei befreit den schreienden Joël (5 Wochen) aus dem Gitterbettchen.
Von den Eltern keine Spur.
Februar 2000
Eine 17-Jährige bringt in München ihren Sohn im Badezimmer zur Welt und
tötet ihn mit einer Nagelschere. Das Baby stirbt nach 23 Stichen in Kopf,
Hals und Brust.
März 2000
Zwei Kinder (zehn Wochen und zwei Jahre) werden von ihren Eltern 36 Stunden
ohne Essen und Trinken in der Wohnung zurückgelassen.
Juli 2000
Die nur neun Monate alte Vivian aus Schwerin verhungert, weil die 21jährige
Mutter lieber Drogen kauft. Die Kindsleiche wirft sie in den Hausmüll.
Der zweijährige Domenic aus Leipzig wird von seiner 20- jährigen
heroinabhängigen Mutter mehrere Wochen in der verwahrlosten Wohnung in einem
Sanierungshaus allein gelassen: Er verhungert und verdurstet.
Dezember 2000
An einem Bach nahe Erfurt liegt ein toter Neugeborener. Ein Gentest
überführt eine Mutter von fünf Kindern. Die Verkäuferin gibt zu, das Kind
sowie einen Sohn und eine Tochter nach der Geburt ertränkt, erstickt und
erwürgt zu haben.
April 2001
Eine 27jährige Frau aus Arnstadt (Thüringen) läßt ihre vier Kinder im Alter
von vier Monaten bis sieben Jahren tagelang in der verwahrlosten Wohnung
allein. Das jüngste Kind verhungert und verdurstet.
August 2001
Nach heimlicher Geburt im Kinderzimmer schlägt eine 15-Jährige im
thüringischen Behringen ihre schreiende Tochter mit dem Kopf auf den Boden
und schneidet ihr mit der Schere die Kehle durch.
November 2001
Der zweijährige Alisan-Turan verhungert und verdurstet qualvoll in der
Berliner Wohnung seiner Mutter, einer Gelegenheitsprostituierten. Erst im
Januar 2002 wird die ausgetrocknete Leiche des verlassenen Jungen entdeckt.
März 2002
Eine 24jährige Frau aus Bad Herrenalb (Baden-Württemberg) läßt ihr Baby
verhungern und verdursten. Die Mutter des sechs Monate alten Mädchens wollte
mit einem neuen Freund ein anderes Leben beginnen.
Januar 2003
Eine Neugeborene wird erwürgt im Mülleimer einer Autobahnraststätte bei
Melle (Landkreis Osnabrück) gefunden.
Am See nahe Burgdorf (Region Hannover) wird ein ertränkter Säugling
gefunden.
Februar 2003
In einer Mülltonne in Hamburg-Sasel wird ein Säugling entdeckt. Der Junge
ist in der Plastiktüte qualvoll erstickt.
Mordurteil: Nicole D. erstickte die Jungen, "um so weiterzuleben wie
bisher".
Von Ludger Fertmann
Hildesheim Er gilt als harter Mann, aber auch Richter Ulrich Pohl ist
"aufgewühlt wie selten zuvor in 28 Berufsjahren" über diesen Fall: Eine
junge Frau tötet innerhalb eines Jahres ihre zwei Neugeborenen, wirft die
Leichen, versteckt unter Abfall, auf den Müll. Pohl, Vorsitzender Richter
des Schwurgerichts Hildesheim, hat "gehofft, der psychiatrische
Sachverständige werde Erklärungen geben können, die den Mordvorwurf
ausräumen". Aber weil auch der keine Erklärungen hatte, sondern die volle
Schuldfähigkeit feststellte, ist die 28 Jahre alte Sozialpädagogik-Studentin
Nicole D. gestern als vermutlich erste Frau in Deutschland wegen der Tötung
ihrer beiden Babys zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt worden.
September 2003
Pressemitteilung Nr. 64/2007 vom 27.09.2007
Generalstaatsanwaltschaft Berlin
- Der Pressesprecher -
Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage wegen Totschlags gegen eine heute
30-jährige Frau erhoben, die am 1. oder 2. September 2003 in Berlin-Neukölln
ihren neugeborenen Sohn unmittelbar nach der Geburt getötet und anschließend
in einem nahegelegenen Park in einem Gebüsch versteckt haben soll.
Der tote Säugling war am Vormittag des 2. September 2003
durch Mitarbeiter des Grünflächenamtes bei Reinigungsarbeiten in der
Grünanlage gefunden worden.
Die Ermittlungen nach dem Täter bzw. der Täterin verliefen zunächst
erfolglos.
Erst Ende November 2003 ergaben Hinweise einer Bekannten einen Tatverdacht
gegen die damals 26-Jährige. Zu diesem Zeitpunkt war die bis dahin
unverdächtige Frau aber mangels Aufenthaltsberechtigung für das Bundesgebiet
bereits nach Bulgarien abgeschoben worden. Gegen sie wurde ein
internationaler Haftbefehl erlassen.
Anfang Juni 2007 konnte die Tatverdächtige in Bulgarien festgenommen werden.
Seit Mitte Juli befindet sie sich in Berlin in Untersuchungshaft.
2004
erschlug ein Duisburger die viereinhalb Jahre alte Tochter seiner
Lebensgefährtin, weil sie angeblich die Beziehung zu dem neuen gemeinsamen
Kind störte. Fast ein Jahr lang versteckte er die Leiche.
Januar 2004
Im Januar 2004 quälte ein Pärchen aus Memmingen die dreijährige Karolina,
das Kind der Frau, vier Tage lang zu Tode, unter anderem mit Feuerzeugen und
Gürteln. Karolinas Leiche trug Spuren entsetzlicher Folterungen
April 2004
So traten in Erfurt eine Mutter und ihr Lebensgefährte Ostern 2004 den
zweieinhalb Jahre alten Jonny Lee zu Tode. An seiner Leiche fanden sich mehr
als 30 Tritt- und Schlagspuren, vom Absatz eines Stöckelschuhs sowie von
einem Männerschuh. Es ließ sich nicht mehr feststellen, wer von den beiden
sich auf den kleinen Körper gekniet und dem Jungen dann den Mund zugehalten
hatte.
Juni 2004
In Cottbus (Brandenburg) finden Polizisten in einer Kühltruhe in der
elterlichen Wohnung die Leiche des kleinen Dennis. Die Eltern sollen ihren
Sohn so vernachlässigt und schlecht ernährt haben, daß der damals
Sechsjährige Ende 2001 starb.
Juli 2004
Michelle (2) stirbt in Lohbrügge in einer verdreckten Wohnung.
11.02.2005
Landau (ddp-rps). Wegen des Todes eines gerade erst vier Wochen alten Kindes
müssen sich dessen Eltern vor dem Landgericht Landau verantworten. Die
Staatsanwaltschaft wirft der inzwischen 27 Jahre alten Frau und dem 40 Jahre
alten Mann aus Kandel fahrlässige Tötung vor, wie das Gericht heute
mitteilte. Die beiden drogen- und alkoholabhängigen Eltern sollen sich nicht
ausreichend um den Säugling gekümmert haben, so dass dieser an
Unterernährung starb.
Bei seiner Geburt am 7. Juni 2001 hatte der Säugling den Angaben zufolge
rund 3250 Gramm gewogen. Als die Eltern vier Wochen später mit ihm zum
Kinderarzt gingen, wog das Kind nur noch 2300 Gramm und konnte trotz
sofortiger Einlieferung in ein Krankenhaus nicht mehr gerettet werden. Nach
Auffassung der Staatsanwaltschaft wäre das Kind mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit noch zu retten gewesen, wenn die Angeklagten sich früher
um ärztliche Hilfe bemüht hätten.
Im Falle einer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung müssen
die Angeklagten nach Angaben eines Gerichtssprechers mit einer Strafe
zwischen sechs Monaten und fünf Jahren Haft oder Geldstrafen rechnen.
Allerdings könne das Gericht das Tatgeschehen auch als Körperverletzung mit
Todesfolge werten, was einen Vorsatz mit beinhalte. In diesem Fall könne die
Strafe nicht unter drei Jahren Freiheitsentzug liegen.
Der Prozess soll am 21. Februar vor dem Landgericht Landau beginnen.
Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft Anklage beim Amtsgericht in Kandel
erhoben, das den Fall aber nach längerer Prüfung an das Landgericht weiter
verwies. Hintergrund sei die besondere Bedeutung des Falls und die
möglicherweise zu erwägende Unterbringung der Angeklagten in einem
psychiatrischen Krankenhaus.
01.03.2005
Hamburg (ddp-nrd). Ein siebenjähriges Kind ist heute in Hamburg offenbar
verhungert aufgefunden worden. Die Mutter alarmierte am Morgen die
Feuerwehr, weil das Mädchen leblos im Bett gelegen hatte, wie ein
Polizeisprecher mitteilte. Nach Augenzeugenberichten soll die Wohnung völlig
verwahrlost sein.
Zur genauen Todesursache des stark abgemagerten Kindes wurden noch keine
Einzelheiten genannt. Die Mutter soll mit ihrem Lebensgefährten in dem
Wohnhaus gelebt und Sozialhilfe erhalten haben.
Das Kieler Landgericht hat die Eltern eines elf Monate alten Jungen zu
mehreren Jahren Haft verurteilt, weil sie ihr Kind in der eigenen Wohnung
verhungern ließen. Die Eltern nahmen den Tod des Jungen billigend in Kauf,
stellte das Gericht fest. Der 25 Jahre alte Vater erhielt zusätzlich wegen
der Vergewaltigung seiner Ex-Freundin eine Gesamtstrafe von sechs Jahren und
vier Monaten. Die Mutter muss wegen Totschlags für fünf Jahre hinter Gitter.
Sie ist nach Ansicht der Richter trotz zeitweiligen intensiven Haschkonsums
voll schuldfähig. Auch der Großvater des Säuglings, der mit den Eltern in
einem Haus lebt, wurde zu einer 21-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt,
weil er dem Säugling nicht geholfen hatte.
Sichtbare Zeichen der Verwahrlosung
Den lebensbedrohlichen Zustand des kleinen Lukas hätte jeder erkennen
können, wenn er nur genau hingesehen hätte. Auf diese Feststellung stützte
der Staatsanwalt seinen Vorwurf gegen die Mutter des durch Auszehrung
gestorbenen Kindes. Vor allem sie sei mit der Pflege des kleinen Lukas
betraut gewesen und hätte die sichtbaren Alarmzeichen nicht ignorieren
dürfen. Sechseinhalb Jahre Jugendstrafe forderte der Staatsanwalt für die
als depressiv geltende 21-Jährige.
02.03.2005
Nach dem Hungertod des Mädchens in einem Hamburger Hochhaus sind ihre Eltern
in Untersuchungshaft genommen worden. Sie sollten noch am Mittwoch dem
Haftrichter vorgeführt werden, teilte die Hamburger Staatsanwaltschaft mit.
Gegen das unverheiratete Paar wird wegen des Verdachts der „Tötung durch
Unterlassen” ermittelt.
Die sieben Jahre alte Jessica wog zuletzt nur noch neuneinhalb Kilogramm,
normal wäre ein Gewicht von rund 24 Kilogramm. Sein qualvoller Tod löste
Entsetzen in der Hansestadt aus. Das Jugendamt wies Vorwürfe zurück, die
Behörden hätten das Mädchen retten können.
Völlige Isolation und Unterernährung
Ihre Leiche war am Dienstag in der Hochhauswohnung der Eltern im Hamburger
Stadtteil Jenfeld gefunden worden, nachdem die 35jährige Mutter die
Rettungskräfte alarmiert hatte. Die Obduktion der bis auf die Knochen
abgemagerten Leiche ergab, daß das sieben Jahre alte Mädchen an Erbrochenem
erstickt war. Ursache war dem Sprecher der Polizei zufolge ein Darmverschluß,
der wegen Mangelernährung aufgetreten war. Ein Gerichtsmediziner sagte dem
„Hamburger Abendblatt”, das Kind sei nur noch „Haut und Knochen” gewesen. Es
habe monatelang zu wenig zu essen und zu trinken bekommen.
Jessica lebte in der Wohnung offenbar völlig isoliert von der Außenwelt.
Nachbarn sagten dem NDR, sie hätten nichts von der Existenz des Mädchens
gewußt und es nie gesehen. Die Mutter und ihr Partner waren nach Angaben des
Jugendamtes seit langem arbeitslos. Die Wohnung des Paares wurde von der
Polizei als heruntergekommen beschrieben. Jessica war laut Jugendamt das
vierte Kind der geschiedenen Mutter, die drei anderen lebten bei ihrem
Ex-Mann und bei Adoptiveltern.
Die Mutter und ihr Lebensgefährte gaben laut Polizei zunächst an, das
Mädchen sei an einem Tumor gestorben. Im Verhör sagte die Frau demnach
später aus, sie habe Jessica in der Nacht zum Dienstag in ihr Bett geholt,
nachdem sich das Kind übergeben hatte. Gegen sieben Uhr habe das Mädchen
dann nicht mehr geatmet. Ein herbeigerufener Arzt konnte nur noch den Tod
feststellen.
22.03.2005
POL-FL: Verdacht der Kindestötung in Flensburg
Flensburg (ots) - Eine 21-jährige Flensburgerin stellte sich am Sonntag,
20.03.2005,
in Begleitung ihrer Eltern bei der Polizei inFlensburg und wurde wegen
dringenden Tatverdachts
der Kindestötung in Polizeigewahrsam genommen. Die 21-jährige Auszubildende
ist
dringendverdächtig Ende Februar 2005 in der elterlichen Wohnung ihr Kind
unmittelbar
nach der Geburt getötet zu haben. Die junge Frauverheimlichte ihre
Schwangerschaft und
die Geburt des Kindes vor den Eltern. Nach der Geburt versteckte sie bis zum
Sonntag den
Leichnamdes Kindes in ihrem unmittelbaren Lebensbereich bzw. auf dem
Grundstück des
Wohnhauses. Die Eltern der Frau entdeckten den kleinenKörper und
informierten gemeinsam
mit ihrer Tochter die Polizei. Die Obduktion der Leiche
erfolgte am Montag. Die Frau legte in
ihrerverantwortlichen Vernehmung ein Geständnis ab.
August 2005
So tötete im schleswig-holsteinischen Geesthacht ein 33-Jähriger im August
dieses Jahres den neun Jahre alten Sohn seiner Frau. Der Mann erwürgte sein
Stiefkind. Vorher hatte er es mehrfach im Beisein seiner beiden leiblichen
Kinder getreten und geschlagen - angeblich weil der Junge ständig log.
Oktober 2005
Verhungert - und in die Kühltruhe gelegt
Dennis: Prozeß um den Tod eines Sechsjährigen. Eltern wegen Totschlags und
Betrugs vor Gericht: Sie kassierten noch drei Jahre lang Kindergeld.
Cottbus - Dennis war erst sechs Jahre alt, als er starb. Verwahrlost und
vereinsamt, von den Eltern drangsaliert und mißhandelt. Laut Anklage ließen
sie ihn verhungern - und versteckten ihren kleinen Sohn in der Kühltruhe.
Die Staatsanwaltschaft spricht von "Totschlag aus Geldgier" - und wirft den
Eltern außer Mißhandlung Schutzbefohlener auch Betrug vor. Denn nach seinem
Tod kassierten Angelika (44) und Falk B. (38) noch fast drei Jahre lang
Kindergeld - insgesamt 3786 Euro. Jetzt müssen sie sich vor dem Landgericht
Cottbus verantworten.
06.11.2005
Hamburg - Der Fall zeigt deutliche Parallelen zum Schicksal der kleinen
Jessica aus dem Hamburger Stadtteil Jenfeld: Wie an diesem Wochenende
bekannt wurde, hat die Polizei in einer verdreckten Wohnung in der
Hansestadt erneut zwei völlig verwahrloste Kinder entdeckt.
Der zweijährige Brian und seine vier Jahre alte Schwester Bianca lebten in
einem abgedunkelten Zimmer einer Dachgeschosswohnung in Wilhelmsburg unter
kaum vorstellbaren Bedingungen: Überall lagen benutzte Windeln, Fliegen
surrten um die Körper der Kinder, die auf mit Exkrementen verschmierten
Matratzen schliefen, berichtete das «Hamburger Abendblatt». Ihr Zimmer hatte
weder Heizung noch Strom. Außer den verdreckten Betten gab es nur zwei
vernagelte Kommoden in dem Raum.
Auch die Eltern, die Sozialhilfe bezogen, lebten zwischen Müll und
verschimmeltem Essen. Inzwischen wurden die Kinder in einem Kinderschutzhaus
außerhalb Hamburgs untergebracht. Für sie wird jetzt eine Pflegefamilie
gesucht. Die Mutter selbst hatte die Polizei gerufen, nachdem sie nach einem
nächtlichen Streit mit ihrem drogenabhängigen Lebensgefährten (28) nicht
mehr in die Wohnung gelangt war.
08.11.2005
Wieder verwahrloste Kinder in Hamburg entdeckt
Hamburg - In Hamburg sind erneut zwei Fälle von Kindesvernachlässigung
bekannt geworden. Im Stadtteil Eimsbüttel fanden Polizisten einen 13 Monate
alten Jungen in einer völlig verdreckten Wohnung, bestätigte die
Sozialbehörde am Dienstag.
Das Kleinkind krabbelte im kniehohen Müll durch die Räume, in denen es weder
einen Wickeltisch noch ein Bettchen gab. Der zweite Fall ereignete sich im
Stadtteil Veddel: Hier hatten Polizisten am vergangenen Freitag bei einem
Einsatz durch Zufall eine verwahrloste Wohnung entdeckt, in der eine
42-jährige Mutter mit sechs Kindern lebte. Drei davon kamen in ein Heim.
Die neuen Entdeckungen setzen eine Serie von tragischen Fällen ähnlicher Art
in der Stadt fort. Erst am Wochenende hatte die Polizei einen zweijährigen
Jungen und seine vierjährige Schwester in einer völlig verdreckten Wohnung
im Stadtteil Wilhelmsburg entdeckt. Die Kinder lebten in einer abgedunkelten
Wohnung zwischen Müll und Exkrementen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun
gegen die 22- jährige Mutter wegen Verletzung ihrer Aufsichtspflicht.
19.11.2005
Sechs Tage lang haben sie nach Tim gesucht: rund 170 Polizisten, Teams mit
Spürhunden, auch Taucher. Monya H., 21, aus dem schleswig-holsteinischen
Elmshorn hatte ihren zweijährigen Sohn als vermisst gemeldet. Er sei auf
unerklärliche Weise aus der Wohnung
verschwunden, während sie geschlafen habe, sagte sie.
Am vergangenen Mittwoch dann fanden die Suchmannschaften das Kind - nach
ersten Erkenntnissen der Ermittler soll der neue Lebensgefährte der Mutter,
der Gelegenheitsarbeiter und Bautischler Oliver H., 38, Tim erschlagen
haben. Er soll die Leiche dann in eine Sporttasche gepackt und im Anbau
eines Hauses in der Nachbarschaft versteckt haben. Genug Zeit gab es, denn
die Mutter hatte sich erst an die Polizei gewandt, als sie ihren Jungen
schon mindestens zwei Tage lang nicht gesehen hatte. Ihr Lebensgefährte
sollte auf ihn aufpassen.
Dezember 2006
Der knapp zehn Monate alte Leon aus Sömmerda in Thüringen wird tot in der
Wohnung seiner Mutter gefunden, die ihn und seine zweijährige Schwester Lena
tagelang allein gelassen hatte. Lena übersteht das Martyrium trotz akuten
Flüssigkeitsmangels.
09.05.2006
Vor dem Laqndgericht Trier wird seit heute gegen eine Frau aus Kamerun
verhandelt, der vorgeworfen wird, ein ihr anvertrautes 2-jähriges Kind im
vergangenen November zu Tode gequält zu haben. Das berichtet die RHEINISCHE
POST online. Die 31-jährige Angeklagte soll das Mädchen gebissen, mit
Scheren gestochen und ihm die Haare ausgerissen sowie ihm einen Arm
gebrochen haben, indem sie dieses gegen einen Türpfosten schleuderte.
Letztlich erlitt das Kind einen Schädelbruch aufgrund stumpfer
Gewalteinwirkung. Die Staatsanwaltschaft erklärte rp-online zufolge, die
Taten seien Folge einer gefühllosen und unbarmherzigen Gesinnung. Der
Prozess ist vorerst bis zum 14. Juni terminiert.
Offensichtlich hatte die Frau das Kind im Einvernehmen mit der Mutter von
Kamerun nach Deutschland mitgebracht und mit Hilfe gefälschter Papiere als
ihr eigenens ausgegeben, um ihm ein Aufenthaltsrecht zu verschaffen. Im
Sommer 2005 trennte die Frau sich von ihrem deutschen Mann. Danach soll das
Martyrium des Kindes begonnen haben.
Oktober 2006
Die Leiche des zweieinhalbjährigen Kevin aus Bremen wird im Kühlschrank
gefunden. Das Kind lebte bei seinem drogenkranken Ziehvater, obwohl das
Jugendamt die Vormundschaft hatte. Kevin war schwerst misshandelt worden.
30.10.2006
Kind im Mülleimer „entsorgt“: Vier Jahre Haft für Mutter
Wegen der Tötung ihres neugeborenen Babys ist eine 22 Jahre alte Mutter vom
Landgericht Köln zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Die gelernte
Kinderpflegerin hatte das Kind in der Toilette eines Kölner Cafés zur Welt
gebracht und danach einfach in einen Mülleimer gesteckt. „Sie wollte es
entsorgen, sie wollte es aus dem Weg räumen“, sagte der Vorsitzende Richter
Heinz Hemmers in seiner Urteilsbegründung. Den Tod des Baby habe sie dabei
zumindest billigend in Kauf genommen.
Das Gericht wertete die Tat als Totschlag in einem minder schweren Fall. Die
Tat sei nicht geplant gewesen, betonte der Richter. Die aus Grevenbroich
stammende 22jährige, die bereits zwei Kinder hat, sei eigentlich kinderlieb
und sozial eingestellt. Doch habe sie Angst gehabt, nach der Geburt des
Säuglings könne man ihr ihre beiden älteren Söhne wegnehmen.
März 2007
Ein 14 Monate altes Mädchen aus Bromskirchen in Westhessen stirbt. Seine
Eltern hatten es kaum versorgt.
April 2007
In Berlin bittet ein Zwölfjähriger das Jugendamt um Hilfe. Seit fast einem
Jahr müsse er seine drei kleineren Geschwister alleine versorgen. Die
Wohnung ist verwahrlost.
Juni 2007
Auf einem Bauernhof im Landkreis Günzburg in Bayern findet die Polizei ein
siebenjähriges Mädchen, das seit seiner Geburt versteckt wurde. Das Kind ist
in seiner Entwicklung zurückgeblieben.
Juli 2007
Der drei Monate alte Lukas aus Bremen wird mit einem Schädelbruch und
Hirnblutungen ins Krankenhaus gebracht, wo er später stirbt. Eine Obduktion
ergibt, dass der Säugling schwer misshandelt wurde. Die Staatsanwaltschaft
verdächtigt den Vater (20).
28.10.2007
Thüringen: Kindestötung - Kein Haftbefehl
Die Mutter des in einem Müllcontainer aufgefundenen toten Babys (sn
berichtete) hatte die Tötung mit dem Hinweis auf ihre prekäre finanzielle
Lage gestanden. Laut Obduktion war das Kind lebend geboren und dann erstickt
worden.
Trotz des Geständnisses wurde ein Haftbefehl durch das Amtsgericht Gotha
verweigert, eine Begründung hierfür wird erst am Montag erwartet. Die
Staatsanwaltschaft äußerte sich verwundert über die Ablehnung trotz eines
Geständnisses.
Die Ablehung zeigt Ähnlichkeiten mit einem Fall der vergangenen Woche, in
dem das Amtsgericht Wernigrode einen Haftbefehl gegen eine junge Mutter
ebenfalls verweigerte. Dies mit der Begründung, dass sie sich in einer
psychischen Notlage befand.
Weitere Infos hier:
http://homepage.hamburg.de/menschenr...rwahrlost.html
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